Eröffnung Logistikzentrum

Eröffnung Logistikzentrum

Mit Innovation und Kompetenz neue Maßstäbe in der Region setzen

Back

Nach einer rekordverdächtig kurzen Bauphase können wir jetzt stolz unser neu errichtetes Lagergebäude präsentieren, das zugleich ein Vorzeigeobjekt für nachhaltige Standortentwicklung mit modernster Technologie darstellt. In dem Konzept wurden neben ökonomischen und ökologischen Faktoren auch kommunale Interessen berücksichtigt. Bei der Planung und Umsetzung konnten wir vor allem unsere ureigenen Kompetenzen einbringen.

Am Anfang stand das Ziel, im Sinne einer modernen und nachhaltigen Standortentwicklung die Infrastruktur für die Technik wie Werkstätten, Fahrzeughalle und Lager zusammenfassen, um Alltagsprozesse zu optimieren und überflüssige Fahrwege abzuschaffen. Durch seine zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung war das firmeneigene Gelände in Dieringhausen prädestiniert für die Umsetzung des Konzepts. Von hier aus können alle Regionen von Oberberg und Overath optimal angesteuert werden, so dass eine zuverlässige Energie- und Wasserversorgung gewährleistet bleibt und im Bedarfsfall eine schnelle Reaktion garantiert ist. Nach nur neun Monaten Bauzeit ist es nun vollbracht: Ein guter Teil des Gesamtkonzeptes ist mit dem neuen Logistikzentrum bereits umgesetzt. Weitere bauliche Maßnahmen sowie eine ökologische Umlagengestaltung sind noch im Bau oder in Planung. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Logistikzentrums stellten wir neuartige und ganzheitliche Energielösungen vor.

Moderne Logistik trifft Effizienz und Technologie

Bei der nachhaltigen Umgestaltung setzen wir auf das Zusammenspiel von innovativer und effizienter Wärme- und Stromerzeugung auf dem Firmengelände mit moderner Ladetechnik für Elektromobilität und smarten Beleuchtungslösungen. Im Zentrum der Planung stand ein umfassendes Quartierskonzepts. Alle Gebäude sind in einem Wärmeverbund mit zentraler Erzeugung zusammengeschlossen und über ein spezielles Funknetz (LoRaWAN – LongRangeWideAreaNetwork) intelligent miteinander verbunden. Die Vernetzung ermöglicht eine spartenübergreifende Erfassung von Energieflüssen und dadurch eine optimale Quartiersteuerung. Bei der Innenbeleuchtung kommen LED-Strahler zum Einsatz, die etwa mittels Präsenzsteuerung und automatischer Tageslichtanpassung maximale Energieeffizienz erreichen. Für die Außenbeleuchtung von Halle und Betriebsgelände wurden neuartige über Smart Home und Straßenbeleuchtungsportal steuerbare Leuchten installiert. Das Einsparpotential liegt hier bei bis zu 80 Prozent gegenüber herkömmlicher Beleuchtung.
Für die Stromerzeugung vor Ort sind drei vollvernetzte Photovoltaikanlagen in Planung. „Der klimafreundlich produzierte Strom vom eigenen Sonnendach wird direkt genutzt, zum Teil auch für die hausinterne Wärmeproduktion mittels Power-to-Heat oder für die Versorgung der Elektroladepunkte“, erklärte AggerEnergie-Chef Frank Röttger. So entstehe ein ressourcenschonender und komplett autarker Energiekreislauf.
Da wir auf die Zukunft der Elektromobilität vertrauen, wird der Standort Dieringhausen ladetechnisch umfassend ausgerüstet. Insgesamt 51 neue Ladepunkte werden bis Ende 2020 entstehen – fünf davon sind bereits jetzt realisiert, die restlichen Punkte befinden sich in Bau oder in Planung. Auch eine Erweiterung des öffentlichen Ladeangebots ist Teil der Modernisierungsmaßnahmen. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen zwei frei zugänglichen Ladepunkten in Dieringhausen wird es in den nächsten Monaten eine leistungsstarke Schnellladesäule mit mindestens 50 kW geben.

Technik von morgen schon heute zum Anfassen

Mit der Neugestaltung des Standorts haben wir gleichzeitig unsere Vision von einem Musterareal für zukunftsweisende Technologien umgesetzt, in der neben bereits etablierten Lösungen auch Pilotprojekte vorzufinden sind. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Gesamtthema Beleuchtung gerichtet. So wurde etwa auf das gesamte Gelände verteilt ein Leuchtenpark angelegt, der als Demonstrationsgelände für verschiedene Zukunftstechnologien in Sachen Beleuchtung dient wie es sie bisher im gesamten Versorgungsgebiet noch nicht gibt. Hier können sich insbesondere Partner aus den Kommunen sowie Vertreter aus Gewerbe und Industrie direkt vor Ort einen Eindruck von der Wirkung und Funktionsweise verschiedener energiesparender Beleuchtungstypen und intelligenter Lichtmanagementsysteme für Gebäude, Flächen oder Straßen verschaffen.
Neben der Beleuchtung werden aber auch weitreichende Informationen zu innovativen Technologien aus den Bereichen Strom, Funk und Wärme angeboten. In einem gesonderten Bereich des neuen Lagergebäudes werden etwa verschiedene Anlagen zugänglich gemacht, so dass sich Interessierte einen konkreten Eindruck von hochmoderner Wärmeerzeugung verschaffen können, die vor allem für große Gebäude wie Lagerhallen interessant sind.

Mensch und Natur immer mit im Blick

Schon vor Baubeginn stand fest, dass nach Abschluss der Arbeiten die umliegenden Grünflächen mit heimischen Hölzern wieder aufgeforstet werden würden. Aber auch die weiteren Freiflächen in der Region sollen unter ökologischen Gesichtspunkten in Zusammenarbeit mit örtlichen Naturschutzverbänden sinnvoll genutzt werden. Die aktuelle Planung sieht vor, ab Herbst 2019 zunächst ein umweltfreundliches Refugium für Insekten und Vögel in Form einer Streuobstwiese anzulegen.
Auch beim Thema Beleuchtung hatten unsere Planer Mensch und Natur im Blick. „Unsere smarten Leuchten können individuell an- und ausgeschaltet oder nach Bedarf gedimmt werden – und das ganz bequem via Tablet oder SmartHome aus der Ferne“, begeistert sich Geschäftsführer-Kollege Uwe Töpfer. Um der sogenannten Lichtverschmutzung der heutigen Zeit, die Mensch und Natur belastet, vorzubeugen, plane man die Außenbeleuchtung nachts herunterzudimmen.

Gemeinschaftsstadtwerk der Region

In dem rund 2000 Quadratmeter großen neuen Logistikzentrum werden leitungsgebundene Lösungen verschiedenster Art eingelagert. Für das regionale Handwerk stellt es somit künftig eine zentrale Anlaufstelle dar, um sich jederzeit mit notwendigem Material einzudecken. In unserer Rolle als Gemeinschaftsstadtwerk bieten wir unseren Gesellschafterkommunen die Mitbenutzung der Lagerstellflächen an.


20. Mai 2019


Eckdaten Lagerneubau

  • Länge 75 m, Breite 27 m, Höhe 9 m
  • 19.416 m³ umbauter Raum
  • Ca. 1.957 m² Nutzfläche
  • Bauen im Überschwemmungsgebiet: Ursprünglich war eine aufwendige Konstruktion auf Pfählen geplant, damit sich das Wasser im Fall einer Überschwemmung unter der Halle ausbreiten kann. Durch die Planung einer Ausgleichsfläche konnte durch geringfügiges Abtragen des Oberbodens auf 800 m² hinter der Halle von dieser Sonderkonstruktion abgesehen werden. Angepasst an den natürlichen Gelände-verlauf wurden stattdessen Stützwände ausgebildet und das abfallende Gelände im Hallenbereich verfüllt
  • Überbauung des städtischen Mischwasserkanals, um eine aufwendige Umlegung zu vermeiden. Dazu wurde im Bereich des verlaufenden Kanals die Last der Hallenstützen durch besonders große Fundamentplatten gleichmäßig auf den Boden verteilt, um den bestehenden Kanal nicht zu belasten
  • Nähe zu Trafos: Erhöhte Anforderungen an den Brandschutz der Halle (Verwendung von nichtbrennbaren Baustoffen im Bereich des Zählerlagers, daher in diesem Bereich 3 Stahlbetonstützen und Mauerwerk, Sandwichfassade mit nichtbrennbarer Mineralwolldämmung); besonders vorsichtiges Arbeiten bei Abbruch der alten Halle und Neubau
  • Tragkonstruktion: Große Spannweite des Stahlrahmens (ca. 26,50 m), sodass auf innenliegende Stützen verzichtet werden kann – größtmögliche Flexibilität der Nutzung
  • 171 t verbauter Stahl
  • Sandwichverkleidung in Logofarben der AggerEnergie
  • Spezielle Laderampe, die sich für die Be- und Entladung sowohl von LKW als auch von Kleintransportern eignet
  • Lichtbänder mit Durchsturzsicherung
  • Quartierskonzept: Wärmerückgewinnung durch die Dunkelstrahler, PV-Anlage auf dem Dach; Versorgung des benachbarten Verwaltungsgebäudes, des Betriebsgebäudes 1 und dem geplanten Neubau des Betriebsgebäudes 2 mit Wärme und Strom
  • Brandmeldeanlage mit automatischer Aufschaltung an die Feuerwehr
  • Kosten: ca. 2.000.000 €